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Studie IT-Trends

Das Business fordert mehr Flexibilität

In den vergangenen Jahren mussten Unternehmen und Behörden diverse Krisen bewältigen. Sie erforderten viel Flexibilität, sowohl auf Systemseite als auch bei den Mitarbeitenden. Aber obwohl die großen, akuten Notsituationen wie die Pandemie oder die Energiekrise überwunden sind, steigen weiterhin die Anforderungen der Fachabteilungen von Wirtschaft und Verwaltung an die Veränderungsfähigkeit. Sie benötigen vor allem flexiblere Frontends und ein beweglicheres Management.

Der Grund ist, dass viele andere Herausforderungen nach wie vor nicht bewältigt sind. Dazu gehören die Klimakrise, der Fachkräftemangel und der demografische Wandel, um die wichtigsten zu nennen. Hinzu kommen das ungünstige wirtschaftliche Umfeld und die steigende Komplexität.

Viele dieser Schwierigkeiten können mit IT überwunden oder abgefedert werden, indem Systeme und Daten besser vernetzt, intelligent automatisiert und die Kompetenzen von IT- und Fachseite gebündelt werden. Für die IT-Trends- Studie haben wir analysiert, welche Technologien und Konzepte Unternehmen und der öffentliche Bereich dafür nutzen, welche Effekte sie sich erhoffen und wann sie ihre IT-Projekte umsetzen wollen.

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Besonders interessant in diesem Jahr ist, wie das volatile Umfeld die Anforderungen von Business- und Fachabteilungen an die Flexibilität ihrer Organisation verändert. Sehr spannend ist auch der Einfluss Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) auf die KI-Nutzung sowie die Verlagerung von IT-Services zu Hyperscalern.

Zur Ermittlung des Flexibilitäts-Index wurden die Teilnehmenden über die Ist-Situation in ihrer Organisation und darüber, welche Werte sie für optimal halten, befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass im Mittel vier von zehn Frontend- und Backend-Systemen zu unflexibel sind, wobei die Diskrepanz zwischen Ist und Soll im öffentlichen Bereich größer als in der Wirtschaft ist.

Die Veränderungsbereitschaft ihrer Mitarbeitenden schätzen die Teilnehmenden aus der Wirtschaft höher ein als der öffentliche Bereich. Besonders groß ist die Differenz in Bezug auf die Leitungsebene: Während das Management von Unternehmen auf einer Skala von 0 (nicht veränderungsfähig) bis 100 (extrem veränderungsfähig) rund 51 Punkte erhält, werden Leitende von Behörden mit 38 Punkten als deutlich unflexibler eingestuft. Im Vorjahr hatten sie noch rund 52 Punkte erhalten.

Die Nutzungsquote intelligenter Technologien ist nach zwei Jahren Stagnation deutlich gestiegen. Das ist aber nur bedingt auf die jüngsten Erfolge Generativer KI-Systeme wie ChatGPT zurückzuführen. Auf Organisationen, die noch keine intelligenten Systeme einsetzten, war der Einfluss gering.

Anwenderorganisationen hingegen haben reagiert: Viele von ihnen investierten mehr und weiteten den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus. Die höchsten Zuwachsraten erwarten sie bei der Erstellung von Texten, Bildern, Audio- und Videodateien sowie Vorhersagen und Simulationen. Die größten Risiken beim Einsatz intelligenter Systeme sehen die Befragten in den Bereichen IT-Sicherheit und Haftung.

Eine Voraussetzung für die Nutzung intelligenter Technologien sind Daten. In Unternehmen und Behörden können allerdings immer weniger Daten organisationsweit genutzt werden: Ihr Anteil ist von durchschnittlich 53 auf 41 Prozent gefallen. Die Ursachen sind Datensilos sowie Gesetzesvorgaben und interne Vorschriften.

Der Wandel zur Data-driven Organization könnte das Problem verringern oder lösen, das Konzept hat bei den Teilnehmenden allerdings noch keine allzu große Bedeutung. Die größte Hürde ist das Fehlen einer datenaffinen Kultur.

Der Anteil der Cloud-Services wird in den kommenden fünf Jahren deutlich auf insgesamt knapp 84 Prozent steigen.

Die Verschiebung findet hauptsächlich zulasten von IT im Rechenzentrum vor Ort und zugunsten von Cloud-Services von großen internationalen Cloud- Anbietern statt, den sogenannten Hyperscalern. Dafür sollen viele Anwendungen neu entwickelt werden, was den Anteil cloudnativer Applikationen von heute knapp 29 Prozent auf knapp 63 Prozent erhöhen wird.

IT-Trends 2024: IT-Budgets werden umgeschichtet

Erhalten Sie einen Einblick, wie Unternehmen und der öffentliche Bereich ihre IT-Budgets für 2024 und die nahe Zukunft planen

Alle Studienergebnisse 2024

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Thomas Heimann

Agile, IT-Architektur, IT-Strategie und IT-Transformation, IT-Trends
Als Chief Architect berate ich Kunden des öffentlichen Sektors im Rahmen der Digitalen Transformation und der Umsetzung des eGovernment. Dabei geht es darum, über skalierbare und agile IT-Dienstleistungen Bürger, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung enger digital zu koppeln und die bereitgestellten Services stärker an den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten.

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Vice President, Expertise: E-Partizipation, Open Data, Verwaltungsinnovation
Als nutzerorientierter Digital Government Enthusiast mit dem Willen die Partizipation und die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an Demokratie und dem digitalen Wandel zu ebnen bin ich immer auf der Suche nach Innovationsimpulsen. Diese Impulse sind es, die weitergedacht und weiterentwickelt einen maßgeblichen Beitrag zur (evolutionären) Transformation in die Richtung einer digitalen Verwaltung leisten können.

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